Die lebenswichtige Bedeutung des Atems
Mit dem ersten Atemzug nach der Geburt signalisiert ein Baby sein Angekommensein in dieser Welt, und der letzte Atemzug ist die Verabschiedung aus dieser Welt. Das zeigt die lebenswichtige Bedeutung von Atem.
Das Atmen wird im Alltag vielfach als selbstverständlich erachtet und nicht bewusst beobachtet. Daher kommt es vor, dass viele Menschen falsch atmen, sich dessen gar nicht bewusst sind und somit ihren Körper permanent nicht genug mit Sauerstoff versorgen.
Der Brustkorb wird bei vielen zum Beispiel bei der Computerarbeit nicht gestreckt, so dass die Lunge sich nicht vollständig ausdehnen kann. In der Folge wird das flache Atmen zum Dauerzustand.
Der Körper wird nicht bei jedem Atemzug mit genug Sauerstoff versorgt und das Blut kann die Organe nicht ausreichend versorgen, die Faszien verkleben und die Organe können ihr Potential nicht völlig entfalten.
Andere Kulturen und Atmung
Schaut man allerdings genauer hin, so stellt man fest, dass bereits in sehr frühen Kulturen der Atem mit dem Leben gleichgesetzt wurde. So wurde und wird zum Beispiel die „heilige“ Silbe OM aus dem Sanskrit als Ursymbol und als Verbindung des Menschen zur kosmischen Schöpfung angesehen.
Das OM Zeichen repräsentiert den kosmischen Atem, aus dessen Schwingungen das Universum einst entstand. In einem bestimmten Atemablauf, wo die Silbe in der Ausführung AUM vokalisiert wird, führt es zu innerer Ruhe und Gelassenheit.
Atem zur Gesunderhaltung
In asiatischen Yogaschulen, sowohl buddhistischen als auch taoistischen Ursprungs, wurden schon vor langer Zeit Atemtechniken mit Bewegungsübungen koordiniert. Man hatte erkannt, dass die Auswirkung der Körperübungen mit bewusster Atmung einen größeren Nutzen für die Gesunderhaltung hat.
Inzwischen haben viele therapeutische und gesundheitsorientierte Schulen auch in der westlichen Welt diese Erkenntnis aufgegriffen und erweitert. Ja, man kann davon ausgehen, dass bestimmte Atemtechniken sogar zur Bewusstseinserweiterung führen.
Atmung im Universal Healing Tao® System
Von den Anfängen an macht Großmeister Mantak Chia auf die Bedeutung der Atmung aufmerksam. Mit der tiefen, ruhigen, entspannenden Atmung in das Nabelzentrum beginnt die bewusste Wahrnehmung in die inneren Vorgänge des Körpers. Unterstützend ist die Haltung der Hände auf dem Bauchnabel.
Je deutlicher man die positive Wirkung spürt, umso bereiter ist man, etwas komplizierteren Atemtechniken zu erlernen.
Dann geht es dazu über, dass der Atemrhythmus mit Beuge-und Streckbewegungen koordiniert wird. Im Laufe der Zeit lernt man in Zusammenhang mit den Bereichen der 5 Branchen und Stufen des Universal Healing Tao® 10 wichtige Atemtechniken.
Bewusstes Atmen
Zuerst sollte das bewusste Atmen üben, dabei beobachtet man am besten zuerst im ruhigen Sitzen den eigenen Atemrhythmus. Ziel ist das gleichmäßige gleich lange Ein- und Ausatmen. Die entspannte Atmung tritt dann ein, wenn man tief in den Bauch atmet und dabei, das Heben und Senken des Brustkorbs verfolgt.
Mit der Umkehratmung lernt man als nächstes beim Einatmen den Bauch hineinzuziehen und beim Ausatmen die Bauchdecke zu heben
Ein weiterer Schritt ist dann die Blasebalgatmung, wobei schnelle Atemzüge mit gleichzeitig schneller Bauchbewegung stattfinden.
Wie die bisher genannten Atemtechniken werden dann in dem Lehrtext die Schluckatmung, die Knochenatmung, die Ovar- und Hodenatmung, die Atmung zur Verdauungsaktivierung und die Embyonalatmung genau beschrieben.
Alltag und Atmung
Ob in den anfänglichen Übungen oder bis hin zu den höchsten Meditationsstufen, die Kunst des Atmens ist ein wichtiger Begleiter auf der Reise zu sich selbst und in die Verbindung zur Umwelt und zum Universum.
Man kann mit ruhiger tiefer Atmung in den Bauch das Körpersystem beruhigen und durch kurze, heftige, schnelle Atmung den Körper aktivieren.
Erfahren Sie selbst, wie Sie den gesamten Kreislauf mit der entsprechenden Atmung ankurbeln oder aber auch beruhigen können, wie Sie mehr bei sich bleiben und nicht so leicht in die Emotionen anderer Menschen verwickelt werden und damit gleichzeitig weniger Stress aufbauen. Auch Arbeitsabläufe werden konzentrierter und weniger stressbehaftet. letztlich verschafft Ihnen das richtige Atmen mehr Entspannung, Ausgeglichenheit und einen gesunden Schlaf
Die Lektüre „Die Kunst des Atmens“ finden Sie hier.