Kursinhalt
- Die Sinne als Energietore
- Der „Affenverstand“ und Energieverlust
- Die Verbindung zwischen Geist und Herz und Mitgefühl
- Die fünf Elemente und die Harmonie mit der Erde
- Stärkung der Sinne
- Verbindung der Sinneskanäle
- Versiegelung der fünf Sinne
- Umwandlung von Chi in spirituelle Energie
- Folgen einer Überbeanspruchung der Sinne
Kursbeschreibung
Dieser viertägige Kurs mit Großmeister Mantak Chia vermittelt die fortgeschrittene taoistische „Formel 7“, bekannt als „Versiegelung der fünf Sinne“ – eine Praxis, die das warme Chi in spirituelle Energie, die Energie der Seele, umwandelt. Die Sinne fungieren als offene Tore, durch die Lebenskraft ständig in die Außenwelt entweicht. Bleiben Augen, Ohren, Nase, Mund und Haut unversiegelt, geht bei jeder unkonzentrierten Wahrnehmung Energie verloren. Die Teilnehmer lernen einen dreistufigen Prozess kennen: Zunächst werden die Sinne gestärkt, dann werden die inneren Verbindungen hergestellt und schließlich wird jedes Sinnesportal mit äußerer und innerer Kraft verschlossen. Das Ergebnis ist eine tiefgreifende Ansammlung von Energie, die andernfalls durch die ruhelose Aktivität verloren ginge, die die Taoisten als „Affenverstand“ bezeichnen.
Die Sinne als Energie-Tore
Unsere Sinne funktionieren wie Antennen, die Schwingungs-, Ton- und Lichtwellen aus der Umgebung empfangen. Jedes Sinnesorgan ist ein offenes Tor, durch das Energie nach außen fließen kann, sofern es nicht bewusst gesteuert wird. Das Verständnis dieser grundlegenden Rolle der Sinne sowohl als Empfänger als auch als potenzielle Energieverluststellen ist die Ausgangsvoraussetzung der gesamten Versiegelungs-Praxis.
Der „Affenverstand“ und der Energieverlust
Wenn eingehende Sinneswellen als bedeutungsvoll registriert werden, beginnt das Gehirn zu denken – und Denken verbraucht mehr Energie als jede andere körperliche Aktivität. Als Menschen können wir nicht einfach aufhören zu denken, zu schauen, zuzuhören oder zu fantasieren. Diese unaufhörliche, mit den Sinnen verbundene Gehirnaktivität als Reaktion auf die Außenwelt bezeichnen die Taoisten als den „Affenverstand“, und sie stellt einen der größten Abzüge unserer Lebensreserven dar.
Verbindung zwischen Geist und Herz und Mitgefühl
Der Verstand steht in direkter Verbindung mit dem Herzen: Wenn der Verstand unruhig ist, wird auch das Herz unruhig. Ein guter Verstand bringt ein gutes Herz hervor – das mitfühlende Herz, das in Harmonie existiert. Diese gute Absicht verbindet sich mit der Erde und nährt sie, wodurch die energetische Grundlage geschaffen wird, auf der die Wechselwirkungen der fünf Elemente beruhen.
Die fünf Elemente und die Harmonie mit der Erde
Das taoistische Modell der fünf Elemente beschreibt, wie jedes Element reagiert, wenn es auf die Erde trifft. Wenn Holz auf Erde trifft, wächst das Holz. Wenn Wasser auf Erde trifft, sammelt sich das Wasser. Wenn Metall auf Erde trifft, verdichtet sich das Metall. Wenn Feuer auf Erde trifft, wird das Feuer gedämpft. Diese elementaren Beziehungen veranschaulichen die stabilisierende Rolle der Erdenergie und des mitfühlenden Herzens beim Ausgleich aller sinnlichen und emotionalen Kräfte.
Stärkung der Sinne
Die erste Stufe der Praxis konzentriert sich darauf, die Sinne zu stärken. Bevor die Sinneskanäle verschlossen werden können, müssen sie robust genug sein, um konzentrierte innere Kraft zu bewältigen. Diese Vorbereitungsarbeit baut die Fähigkeit jedes Sinnesorgans auf, präzise und kraftvoll zu funktionieren, anstatt Energie durch gewohnheitsmäßige, unkonzentrierte Wahrnehmung verpfeifern zu lassen.
Die Sinneskanäle verbinden
Die zweite Stufe stellt die inneren Verbindungen zwischen den gestärkten Sinnen und den Energiebahnen des Körpers her. Sobald die Sinne gestärkt sind, lernt der Praktizierende, sie zu einem zusammenhängenden Netzwerk zu verknüpfen, sodass Energie bewusst gelenkt und zirkuliert werden kann, anstatt sich unabhängig über jedes Organ zu verflüchtigen.
Die Versiegelung der fünf Sinne
Die dritte und abschließende Stufe versiegelt jeden der fünf Sinne sowohl mit äußerer als auch mit innerer Kraft. Jedes Sinnesorgan ist ein offenes Tor für Energieverlust, und die Kraft fließt nach außen, solange keine esoterische Versiegelung dieser Tore vorgenommen wird. Einmal versiegelt, geben die Sinne nur dann Energie ab, wenn sie gezielt dazu aufgefordert werden, Informationen zu übermitteln, wodurch der Praktizierende tiefgreifende Reserven an Lebenskraft ansammeln kann.
Die Umwandlung von Chi in spirituelle Energie
Die vollständige Formel der „Versiegelung der fünf Sinne“ bewirkt eine buchstäbliche Umwandlung des warmen Stroms, des Chi, in spirituelle Energie – die Energie der Seele. Diese alchemistische Transformation ist erst möglich, wenn die sensorischen Leckagen geschlossen wurden. Das angesammelte Chi, das nicht mehr durch unkontrollierte Wahrnehmung entzogen wird, wird zum Rohstoff für eine höhere spirituelle Entwicklung.
Folgen der Überbeanspruchung der Sinne
Der Missbrauch der Sinne führt zu weitaus größerem Energieverlust und Verfall, als den meisten Menschen bewusst ist. Die taoistische Tradition gibt konkrete Warnungen: Zu viel Sehen schadet der Samenflüssigkeit, zu viel Hören schadet dem Geist, zu viel Weinen schadet dem Blut und übermäßiger Geschlechtsverkehr schadet dem Knochenmark. Diese Warnungen unterstreichen, warum das Verschließen der Sinne als unerlässlich für die Erhaltung der tiefsten Reserven des Körpers angesehen wird.
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Kursvideos
Das Versiegeln der fünf Sinne (Formel 7) besteht aus 4 Videodateien.
- 1. Tag 1 Teil 1 versiegeln-der-5-sinne 04:25:35
- 2. Tag 2 Teil 1 versiegeln-der-5-sinne 04:32:20
- 3. Tag 3 Teil 1 versiegeln-der-5-sinne 04:38:56
- 4. Tag 4 Teil 1 versiegeln-der-5-sinne 04:22:32
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